Die 1:4-Erstrundenniederlage des deutschen Davis-Cup Teams gegen Frankreich sorgt fuer schlechte Stimmung im DTB. “Es ist kein Geheimnis, dass uns ein Spieler gut tun würde, der bei Grand-Slam-Turnieren regelmäßig vorn mitspielt”, lautete der Kommentar der Kapitaens Patrick Kuehnen nach der deutlichen Niederlage gegen die starken Franzosen. Kuehnen muss sich eingestehen, dass sein Personal nicht aussreichend ist, um in der weltbesten Liga erfolgreich mitspielen zu koennen. Ein letzte Chance bietet sich der DTB-Auswahl Ende September im Spiel gegen den Abstieg. Der Gegner wird erst am 11. Mai ermittelt.
Doch nicht nur an guten Spielern mangelt es dem deutschen Team – auch der Teamgeist der deutschen Spieler geriet unter starke Kritik.
Im Gegensatz zu den Franzosen, die laut Angaben von Philip Kohlschreiber auch ausserhalb der Tour gut befreundet sind seit vielen Jahren, ist das deutsche Team zerstreuter und jeder auf sich allein gestellt. Neben Philipp Petzschner, der zur Zeit in aller Munde ist wegen seiner Nicht-Unterzeichnung der NADA-Vertrages haben auch Mischa Zverev, Florian Mayer und Michael Berrer ihre eigene Turnierplanung vor den Davis Cup gestellt und waren im Spiel gegen Frankreich nicht zur Verfuegung.
Vor allem die Absage von Michael Berrer sorgte fuer Aergernis bei DTB-Verbandsdirektor Klaus Eberhard: “Er hätte die Chance gehabt, als Nummer zwei zu spielen. Das passiert nicht so oft im Leben. Wir spielen ja hier kein Trainingsspiel, sondern eine Weltmeisterschaft.”
Die Meinungen spalten sich. DTB-Chef Georg von Waldenfels meinte, man sollte keinen Spielern nachlaufen, wenn sie nicht moechten und machte somit deutlich, dass er lieber auf die besten Spieler verzichtet als sich weiterhin mit Problemen wie denen am Wochenende plagen zu muessen. Patrick Kuehnen hingegen moechte beim kommenden Relegationsspiel im September mit seinem besten Team auflaufen und auch auf Spieler zugehen, die moralisch bereits aus dem Rennen waren. Auch Kohlschreiber teilt Kuehnens Meinung und fragte: “Warum sollte man Spieler kategorisch ausschließen?”









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